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Bewerbungsfoto mit dem Handy

So gelingt dein professionelles Bild

Ein gutes Bewerbungsfoto kann den ersten Eindruck entscheidend beeinflussen. Es zeigt, dass du dich bemühst und professionell auftreten möchtest – ganz gleich, ob du dich für eine Ausbildung, ein duales Studium oder deinen ersten Job bewirbst. Die gute Nachricht: Du brauchst dafür kein teures Studio! Mit etwas Vorbereitung und einem modernen Smartphone kannst du dein Bewerbungsfoto mit dem Handy ganz einfach selber machen.Ein gutes Bewerbungsfoto kann den ersten Eindruck entscheidend beeinflussen. Es zeigt, dass du dich bemühst und professionell auftreten möchtest – ganz gleich, ob du dich für eine Ausbildung, ein duales Studium oder deinen ersten Job bewirbst. Die gute Nachricht: Du brauchst dafür kein teures Studio! Mit etwas Vorbereitung und einem modernen Smartphone kannst du dein Bewerbungsfoto mit dem Handy ganz einfach selber machen.

Ist ein Bewerbungsfoto heute überhaupt noch wichtig?

Auch wenn Bewerbungsfotos in Deutschland offiziell freiwillig sind, sind sie in vielen Branchen noch immer üblich. Ein sympathisches, professionelles Foto kann dir Pluspunkte verschaffen, besonders wenn du dich von anderen Bewerber:innen abheben möchtest. Personalverantwortliche bekommen durch dein Bild einen ersten Eindruck von dir: Wirkt die Person offen, gepflegt und selbstbewusst? Genau das sollte dein Bewerbungsfoto ausstrahlen. Dafür musst du aber nicht zwingend ins Fotostudio gehen. Mit der heutigen Smartphone-Technik kannst du hochwertige Bilder selbst aufnehmen.

So machst du dein Bewerbungsfoto: Schritt für Schritt

Überlege dir vor dem Start, was dein Bewerbungsfoto vermitteln soll. Es zeigt deine Persönlichkeit und deinen Anspruch an Professionalität. Dafür brauchst du kein Studio und keine teure Ausrüstung, aber etwas Vorbereitung und ein Auge fürs Detail. In den nächsten Schritten erfährst du, wie du dein Bewerbungsfoto mit dem Handy selbst erstellst.

Schritt 1: Outfit, Hintergrund und Licht

Bevor du die Kamera öffnest, solltest du dir Gedanken über den Gesamteindruck machen. Dein Outfit, der Hintergrund und das Licht beeinflussen stark, wie professionell dein Foto wirkt.

Kleidung

Wähle Kleidung, die zu deinem Berufsziel passt. Für Büro- oder Bankberufe darf sie formeller sein, kreative Branchen lassen mehr Spielraum. Achte darauf, dass deine Kleidung sauber und gebügelt ist, gedeckte Farben wie Grau, Blau oder Weiß hat und keine auffälligen Logos oder Muster zeigt. So lenkt nichts vom Gesicht ab.

Hintergrund

Ein ruhiger Hintergrund hilft dabei, dass dein Gesicht im Mittelpunkt steht. Wähle am besten eine glatte, helle Wand in Weiß oder Hellgrau. Auch ein einfaches Bettlaken oder ein großes Papierposter kann als Hintergrund dienen, wenn du keine passende Wand hast. Achte darauf, dass hinter dir nichts Störendes zu sehen ist – keine Möbel, keine Türrahmen oder Bilder. Prüfe den Bildausschnitt vor dem Fotografieren und entferne Ablenkungen.

Licht

Licht ist einer der wichtigsten Punkte, wenn du dein Bewerbungsfoto mit dem Handy machst. Am besten stellst du dich tagsüber mit dem Gesicht zum Fenster, sodass natürliches Licht gleichmäßig auf dich fällt. Wenn die Sonne zu stark scheint, hänge ein dünnes Tuch oder einen weißen Vorhang vor das Fenster, um das Licht weicher zu machen. Fotografiere niemals mit direkter Sonne im Gesicht, weil sie harte Schatten und zusammengekniffene Augen verursacht. Hast du kein gutes Tageslicht, nutze eine Lampe oder ein Ringlicht. Achte darauf, dass das Licht leicht über Augenhöhe steht, damit keine Schatten unter dem Kinn entstehen.

Schritt 2: Das richtige Handy-Setup

Die Kamera deines Smartphones kann mit Profi-Equipment mithalten, wenn du sie richtig nutzt. Stell sicher, dass du alle technischen Einstellungen optimal einsetzt.

  • Kamera: Verwende immer die Hauptkamera auf der Rückseite. Sie liefert deutlich bessere Qualität als die Frontkamera.
  • Auflösung: Aktiviere in den Kameraeinstellungen die höchste verfügbare Auflösung (z. B. 12 oder 48 Megapixel). Auf dem iPhone findest du diese unter Einstellungen → Kamera → Formate – wähle dort Maximale Effizienz für Fotos in hoher Qualität.
  • Ausrichtung: Wähle Hochformat. Das entspricht dem üblichen Bewerbungsfoto-Format.
  • Fokus: Tippe auf dein Gesicht, bevor du das Foto machst, damit die Kamera automatisch auf deine Augen fokussiert.
  • Stativ: Verwende ein Handy-Stativ oder stelle dein Smartphone auf eine feste Unterlage in Augenhöhe.
  • Selbstauslöser: Stelle den Timer auf 3 bis 10 Sekunden, damit du genug Zeit hast, dich aufrecht und ruhig zu positionieren.

Wenn du dein Bewerbungsfoto mit dem iPhone machst, aktiviere den Porträtmodus. Wähle am besten die Einstellung Natürliches Licht und kontrolliere die Blendenzahl (z. B. f/2.8 bis f/4). Dadurch bleibt dein Gesicht scharf, während der Hintergrund leicht verschwimmt.

Schritt 3: Die richtige Pose für dein Bewerbungsfoto

Das Wichtigste ist, dass du sympathisch und natürlich wirkst. Dein Gesicht sollte freundlich und offen erscheinen, ohne dass du übertrieben posierst. Stell dir vor, du würdest einer Person im Vorstellungsgespräch direkt gegenübersitzen – genau diesen Eindruck soll dein Foto vermitteln.

  • Haltung: Stehe oder sitze aufrecht, die Schultern leicht zurück, aber nicht verkrampft. Achte darauf, dass dein Kopf nicht nach vorne oder hinten geneigt ist.
  • Drehung: Ein leichter Winkel wirkt lebendiger als ein frontaler Blick. Dreh dich etwa 10–15 Grad zur Seite, der Blick geht aber direkt in die Kamera.
  • Gesichtsausdruck: Lächle dezent, aber ehrlich. Ein neutrales, freundliches Lächeln mit leicht geöffneten Lippen wirkt professionell.
  • Augenkontakt: Schaue direkt in die Linse, nicht darüber hinweg – so entsteht Nähe und Vertrauen.
  • Schultern & Hände: Halte Kopf und Schultern locker, die Hände sollten nicht sichtbar sein, damit nichts vom Gesicht ablenkt.

Tipp: Mach 15 bis 20 Aufnahmen hintereinander und variiere dabei minimal deinen Ausdruck oder die Kopfhaltung. Oft ist eines der mittleren oder letzten Fotos das überzeugendste, weil du entspannter und natürlicher wirkst.

Schritt 4: Bildnachbearbeitung

Nach dem Shooting kannst du dein Foto mit wenigen Handgriffen verbessern. Öffne es am besten auf einem größeren Bildschirm, damit du Details besser siehst. Für die Bearbeitung kannst du kostenlose Programme oder Apps nutzen, etwa GIMP, Photopea (funktioniert direkt im Browser), Canva oder Snapseed. Diese Tools bieten einfache Regler für Helligkeit, Kontrast und Zuschnitt und sind ideal für Einsteiger:innen.

  • Helligkeit und Kontrast: Erhöhe die Helligkeit leicht, bis dein Gesicht natürlich wirkt, aber achte darauf, dass keine hellen Stellen überstrahlen. Reduziere Kontrast nur minimal, um eine weiche, gleichmäßige Wirkung zu erzielen.
  • Zuschneiden: Ein klassisches Bewerbungsfoto zeigt Kopf und Schultern. Schneide das Bild so zu, dass zwischen Kopf und Bildrand etwa zwei Finger breit Platz bleibt. Achte darauf, dass du mittig und aufrecht im Bild bist.
  • Hintergrund anpassen: Wenn dein Hintergrund zu unruhig ist, kannst du ihn mit einer App wie Lightroom, Snapseed oder Canva leicht weichzeichnen. Wähle aber nur eine kleine Intensität, damit der Effekt natürlich bleibt.
  • Farbanpassung: Falls das Licht zu warm oder kühl wirkt, korrigiere den Weißabgleich. Dein Hautton sollte neutral und realistisch aussehen.
  • Keine Filter: Vermeide Instagram-Filter oder Beauty-Tools. Sie verändern dein Gesicht und wirken schnell unprofessionell. Entferne höchstens kleine Hautunreinheiten oder Staub auf der Kleidung.

Wenn du dir unsicher bist, bitte Freund:innen oder Familie, mehrere Varianten anzusehen und gemeinsam das sympathischste Foto auszuwählen.

Schritt 5: Format & Verwendung

Speichere dein Bewerbungsfoto in hoher Auflösung, damit es auch beim Ausdruck oder in PDF-Dateien gestochen scharf wirkt. Eine Auflösung von mindestens 300 dpi ist ideal, bei reinen Online-Bewerbungen reichen 150–200 dpi. Speichere es zusätzlich in Originalgröße ab, damit du bei Bedarf noch Zuschnitte oder kleine Anpassungen vornehmen kannst.

Empfohlene Einstellungen:

  • Dateiformat: JPEG oder PNG für Online-Bewerbungen; bei Bewerbungen auf Papier lohnt sich zusätzlich ein hochauflösendes TIFF.
  • Seitenverhältnis: 4:5 oder 2:3, das entspricht klassischen Porträtmaßen.
  • Dateigröße: maximal 1–2 MB, damit das Foto problemlos hochgeladen werden kann.
  • Dateiname: Vorname_Nachname_Bewerbungsfoto.jpg (keine Leerzeichen oder Sonderzeichen).

Füge dein Foto direkt in deinen Lebenslauf bzw. in die Bewerbungsdatei ein und prüfe anschließend, ob es klar, scharf und farblich natürlich erscheint. Speichere zusätzlich eine Version in hoher Auflösung für spätere Anpassungen.

Bonus-Tipp: Hilfe durch Handy-Apps und KI-Tools

Mittlerweile gibt es zahlreiche Apps, die Bewerbungsfotos mit dem Handy professionell aussehen lassen. Viele davon erkennen automatisch dein Gesicht und passen Licht, Kontrast und Hintergrund an. Sie können hilfreich sein, wenn du kein Gefühl für Belichtung oder Zuschnitt hast.

Hier einige empfehlenswerte, teils kostenlose Tools:

  • Fotor oder LightX: Bieten einfache Werkzeuge zur Anpassung von Helligkeit, Kontrast und Hintergrund, sind aber in der Gratisversion in ihren Funktionen eingeschränkt. Einige Profi-Funktionen wie Hintergrundentfernung oder Export in hoher Auflösung erfordern ein Abo.
  • LinkedIn Photo Editor: Kostenlos und speziell für Bewerbungs- und Profilfotos gedacht, mit automatischer Licht- und Kontrastkorrektur.
  • Remini: Verbessert Schärfe und Auflösung. Die kostenlose Version bietet begrenzte Nutzung, für mehr Funktionen ist eine Premium-Version nötig.
  • Canva: Der Online-Editor hat eine kostenlose Basisversion mit Vorlagen und Bildbearbeitung, einige Effekte und Exportfunktionen sind jedoch kostenpflichtig.
  • PhotoRoom: Entfernt Hintergründe automatisch. Die Basisversion ist kostenlos, zeigt aber bei manchen Exporten Wasserzeichen; für werbefreie Nutzung ist ein Abo erforderlich.

Zusammenfassung: Bewerbungsfoto mit dem Handy

Ein gutes Bewerbungsfoto muss nicht teuer oder kompliziert sein. Wenn du einige einfache Grundregeln beachtest, kannst du mit deinem Smartphone ein Bild aufnehmen, das professionell wirkt und dich von deiner besten Seite zeigt.

Hier noch einmal die wichtigsten Punkte im Überblick:

  1. Vorbereitung: Kleidung, Hintergrund und Licht sorgfältig planen.
  2. Technik: Hauptkamera, Hochformat, Stativ und Timer nutzen.
  3. Pose: aufrecht, freundlich und natürlich wirken.
  4. Bearbeitung: Helligkeit anpassen, kleine Korrekturen, keine Filter.
  5. Verwendung: Foto in guter Qualität speichern und sinnvoll einbinden.

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