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Feinoptiker:in

Dauer: 3,5 Jahre
Einstiegsgehalt: Ungefähr 3.400 Euro
Ausbildungstyp: Klassische duale Ausbildung

Das machst du in der Ausbildung zum/zur Feinoptiker:in

  • Linsen und Prismen aus Glasrohlingen werden von dir geschliffen und poliert.
  • Mit Hilfe von Präzisionswerkzeugen misst und prüfst du optische Bauteile.
  • Außerdem montierst du optische Baugruppen und nimmst präzise Justierungen vor.
  • Zum Einsatz kommen dabei sowohl klassische Maschinen als auch CNC-gesteuerte Anlagen.

Fakten

Abschluss
Mittlerer Schulabschluss
Art der Ausbildung
Klassische duale Ausbildung
Verkürzung möglich?
Ja.
Einstiegsgehalt
Ungefähr 3.400 Euro
Vergütung
Zwischen 700 und 1.500 Euro
Ausbildungsdauer
3,5 Jahre

Der Beruf im Detail

Was erwartet dich in der Ausbildung zum/zur Feinoptiker:in?

In der dualen Ausbildung lernst du in Betrieb und Berufsschule, wie du Glasrohlinge zu hochpräzisen optischen Bauteilen wie Linsen, Spiegeln oder Prismen verarbeitest. Dabei geht es um feinste Arbeit: Du bearbeitest Materialien mit hoher Präzision und musst dabei stets auf Maßhaltigkeit und Oberflächengüte achten. Deine Werkstücke werden später in Hightech-Produkten eingesetzt – zum Beispiel in Mikroskopen, Lasertechnik oder Weltraumteleskopen.

Neben dem Schleifen, Polieren und Montieren lernst du auch den sicheren Umgang mit hochentwickelten Messinstrumenten. Dazu zählen beispielsweise Interferometer oder Mikrometer. In deinem Berufsalltag arbeitest du sowohl an klassischen Maschinen als auch an modernen CNC-Anlagen, die du selbst programmierst und überwachst.

Besonders wichtig in diesem Beruf sind handwerkliches Geschick, Geduld und ein gutes technisches Verständnis. Schon kleinste Abweichungen können die Funktion eines optischen Systems beeinträchtigen. Darum kommt es auf deine Sorgfalt und deine Konzentrationsfähigkeit an. Wenn du Spaß an Physik und Technik hast und gerne millimetergenau arbeitest, bist du hier genau richtig.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Feinoptiker:in ab?

Blockunterricht. Das bedeutet, dass du mehrere Wochen am Stück im Ausbildungsbetrieb arbeitest und anschließend einige Wochen die Berufsschule besuchst. In der Schule lernst du unter anderem Physik, Mathematik, Werkstoffkunde und technische Kommunikation. Das sind Inhalte, die du direkt im Betrieb anwenden kannst.

Die erste Abschlussprüfung (Teil I) findet in der Regel nach der Hälfte der Ausbildung und meist im vierten Ausbildungshalbjahr statt. Dabei wird geprüft, wie gut du die grundlegenden Techniken des Schleifens, Polierens und Prüfens bereits beherrschst. Am Ende der Ausbildung folgt die Gesellenprüfung (Teil II), die sowohl praktische als auch schriftliche Aufgaben umfasst.

Unter bestimmten Bedingungen, etwa bei besonders guten Leistungen oder einschlägiger Berufserfahrung, ist auch eine Verkürzung der Ausbildungszeit auf etwa 2,5 bis 3 Jahre möglich. Darüber entscheidet der Ausbildungsbetrieb in Abstimmung mit der zuständigen Kammer.

Wie hoch ist das Gehalt als Feinoptiker:in?

Die Gehaltsspanne als Feinoptiker:in liegt in Deutschland zwischen etwa 3.400 und 4.200 Euro brutto im Monat. Der Durchschnitt bewegt sich um die 3.800 Euro. Auf unserer Seite rund ums Gehalt siehst du, wie sich dein Verdienst je nach Region, Branche und Qualifikation konkret entwickeln kann.

Was musst du mitbringen, um Feinoptiker:in zu werden?

Um die Ausbildung zum bzw. zur Feinoptiker:in zu beginnen, ist rechtlich kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen die meisten Betriebe jedoch bevorzugt Bewerber:innen mit einem mittleren Schulabschluss (Realschulabschluss) ein. Mit guten Noten in Mathematik und Physik kannst du zusätzlich punkten.

Darüber hinaus solltest du einige persönliche Voraussetzungen mitbringen: Besonders wichtig sind eine ausgeprägte Feinmotorik und eine sehr sorgfältige Arbeitsweise, da du mit hochpräzisen Bauteilen arbeitest. Auch ein gutes technisches Verständnis sowie Interesse an physikalischen Zusammenhängen und räumliches Denkvermögen sind in diesem Beruf unverzichtbar.

Wie sind die Aufstiegschancen als Feinoptiker:in?

Nach deiner Ausbildung stehen dir verschiedene Wege offen, um dich beruflich weiterzuentwickeln. Eine der beliebtesten Optionen ist die Weiterbildung zum Feinoptikermeister oder zur Feinoptikermeisterin. Mit dem Meisterbrief, der auch als Bachelor Professional gilt, kannst du nicht nur Führungsverantwortung im Betrieb übernehmen, sondern auch selbst ausbilden.

Eine weitere Möglichkeit bietet die Qualifikation zum Techniker oder zur Technikerin der Fachrichtung Feinwerktechnik. Diese Weiterbildung legt den Fokus auf technische Planung, Entwicklung und Qualitätskontrolle. Wenn du betriebswirtschaftliches Interesse mitbringst, kommt auch eine betriebswirtschaftliche Weiterbildung nach der Handwerksordnung infrage. Damit kannst du dich für Leitungspositionen qualifizieren oder dich auf eine spätere Selbstständigkeit vorbereiten.

Und falls du nach der Ausbildung und etwas Berufserfahrung noch ein Studium anschließen möchtest, ist auch das möglich – zum Beispiel in den Bereichen Optische Technologien, Feinwerk- und Mikrotechnik oder Maschinenbau. Gerade in Kombination mit einem Meistertitel stehen dir viele Türen offen.

Einstieg Reality-Check

Fit in Mathe

Sorgfalt und Genauigkeit

Organisationstalent

Interesse an Technik

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