Als Game-Designer:in oder Spieleentwickler:in bist du für die kreative und konzeptionelle Entwicklung von Spielen verantwortlich. Du entwirfst Spielwelten, Figuren und Regeln, die ein spannendes Erlebnis ermöglichen und Spieler:innen langfristig motivieren. Dazu gehört es, Spielmechaniken und Levelstrukturen abwechslungsreich und herausfordernd zu gestalten. Ein weiterer wichtiger Bestandteil deines Berufs ist es, Prototypen zu entwickeln, zu testen und auf Basis von Feedback kontinuierlich zu verbessern. Gemeinsam mit Programmierer:innen, Grafiker:innen und Sounddesigner:innen arbeitest du daran, dass aus vielen einzelnen Elementen ein stimmiges und fesselndes Gesamtwerk entsteht.
Die Game-Design-Ausbildung ist nicht staatlich geregelt, sondern wird von privaten Lehrgangsträgern angeboten. Deshalb können Dauer, Inhalte und Abschlüsse je nach Anbieter sehr unterschiedlich sein. In vielen Fällen dauert die Ausbildung zwischen einem und drei Jahren. Am Ende erhältst du in der Regel ein Zertifikat oder ein Diplom, das deine Teilnahme und deine erlernten Kompetenzen bestätigt.
Typisch für diese Ausbildung sind praxisorientierte Lehrinhalte. Du beschäftigst dich intensiv mit Storytelling, Leveldesign, Spielmechaniken und lernst, wie moderne Game Engines wie Unity oder Unreal eingesetzt werden. Hinzu kommen Grundlagen in Grafik, Digital Art, Usability und Projektarbeit. Damit wirst du gezielt auf die Arbeit in der Spieleindustrie vorbereitet. Oft arbeitest du an realitätsnahen Projekten, bei denen du von der Idee bis zum fertigen Prototypen alle Schritte selbst durchläufst.
Viele Lehrgangsträger legen Wert darauf, dass Bewerber:innen schon erste Erfahrungen mitbringen. Deshalb musst du manchmal ein eigenes Portfolio vorlegen oder eine Eignungsprüfung ablegen. Der Unterricht kann sehr flexibel organisiert sein: Manche Kurse finden in Vollzeit vor Ort statt, andere in Teilzeit oder als Kombination von Präsenz- und Online-Lernen. Wenn du dich stärker akademisch orientieren möchtest, hast du auch die Möglichkeit, Gamedesign oder Interactiondesign an einer Hochschule zu studieren. Dort erhältst du zusätzlich einen staatlich anerkannten Bachelorabschluss.
Das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung liegt für Game-Designer:innen bei rund 4.160 Euro brutto im Monat. Im Median verdienen Fachkräfte etwa 4.650 Euro, während im oberen Bereich Gehälter von bis zu 5.190 Euro möglich sind. Weitere Details zu Verdienstmöglichkeiten findest du auf unserer Seite rund ums Gehalt.
Für den Einstieg in diesen kreativen Beruf sind sowohl persönliche Stärken als auch schulische Voraussetzungen wichtig. Besonders gefragt ist ein hohes Maß an Kreativität, um spannende Spielideen zu entwickeln und Geschichten sowie Mechaniken lebendig werden zu lassen. Auch ein gutes technisches Verständnis erleichtert dir die Arbeit, da du im Alltag häufig mit gängigen Game-Engines oder Entwicklungsumgebungen in Kontakt kommst. Ebenso wertvoll sind Teamgeist und Kommunikationsfähigkeit, denn die Spieleentwicklung ist immer eine Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen.
Darüber hinaus solltest du ein Portfolio mit eigenen Projekten oder Spielideen mitbringen, um deine Eignung zu zeigen. Gute Englischkenntnisse sind ein Pluspunkt, weil viele Fachbegriffe aus der Branche stammen und internationale Teams zusammenarbeiten. Als schulische Voraussetzung gilt in der Regel die mittlere Reife oder das (Fach-)Abitur.
Mit Berufserfahrung kannst du nach der Ausbildung zum Game-Designer oder zur Game-Designerin zum Lead-Designer:in oder Game-Director aufsteigen, wo du ganze Teams leitest und die kreative Gesamtverantwortung übernimmst. Auch Karrieren als Producer:in, die das Projektmanagement von Spielen steuern, oder als Creative Director, der die künstlerische Vision festlegt, sind möglich. Wer studiert, erweitert seine Chancen zusätzlich und kann auch in Forschung, Lehre oder spezialisierte Entwicklungsbereiche wechseln.
Fortbildungen in Projektmanagement, Game-Programmierung oder auch in angrenzenden Bereichen wie Marketing und Business Development erhöhen deine Perspektiven weiter. So eröffnen sich vielfältige Wege, um langfristig Führungsverantwortung zu übernehmen oder den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Gerade in der internationalen Spieleindustrie sind erfahrene Game-Designer:innen sehr gefragt.
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