Wer sich für ein Umweltwissenschaften-Studium in Deutschland interessierst, findet an vielen Hochschulen passende Programme mit unterschiedlichen Profilen. Besonders gefragt ist das Umweltwissenschaften-Bachelorstudium an Hochschulen mit interdisziplinärem Profil und praxisorientierter Lehre.
In dem Studium verbindest du naturwissenschaftliches Know-how mit gesellschaftlichen Fragestellungen. Die Grundlagenfächer Biologie, Chemie, Physik und Geowissenschaften bilden das Fundament deines Studiums und liefern dir das nötige Verständnis für ökologische Zusammenhänge. Darüber hinaus setzt du dich intensiv mit aktuellen Umweltthemen auseinander, wie etwa Klimawandel, Artensterben oder Ressourcenschonung.
Ein besonderer Fokus liegt auch auf übergreifenden Themen wie der Modellierung von Klimaveränderungen oder der Entwicklung nachhaltiger Nutzungskonzepte. Ergänzt wird dein Studium durch sozialwissenschaftliche Inhalte wie Umweltpolitik, Umweltethik oder Umweltrecht. Am Ende verfügst du über ein breites, praxisnahes und interdisziplinäres Skill-Set, das dich für viele Einsatzgebiete qualifiziert.
Das Studium teilt sich meist in sechs Semester mit je 30 Leistungspunkten (ECTS), insgesamt 180 ECTS. Du besuchst Pflichtmodule wie Umweltchemie, Ökologie oder Hydrologie. Ergänzend dazu belegst du Wahlpflichtmodule, zum Beispiel aus den Bereichen Nachhaltigkeitsforschung oder Umweltrecht. Wenn dich speziell das Klima und seine Veränderungen interessieren, ist ein eigenständiges Klimawissenschaften-Studium eine interessante Alternative zum Umweltwissenschaften-Studium.
Im Rahmen von Laborpraktika lernst du den sicheren Umgang mit modernen Analysegeräten und Messverfahren. Zusätzlich sammelst du Erfahrungen in der freien Natur bei Feldpraktika, in denen du beispielsweise Wasserproben analysierst oder Bodenuntersuchungen durchführst. Deine Bachelorarbeit bildet den Abschluss des Studiums. Oft entsteht sie in Kooperation mit externen Partnern wie Umweltämtern, NGOs oder wissenschaftlichen Instituten. Das ermöglicht dir schon während des Studiums praktische Erfahrungen und wertvolle Netzwerkkontakte. Je nach Hochschule kann der Zugang zum Umweltwissenschaften-Studium NC-beschränkt sein. Informiere dich frühzeitig über die jeweiligen Anforderungen.
Nach dem erfolgreichen Abschluss deines Umweltwissenschaften-Studiums auf Bachelor-Niveau stehen dir vielfältige berufliche Perspektiven offen. Das Gehalt kann dabei je nach Branche, Region und Tätigkeit stark variieren. Grundsätzlich bieten sowohl öffentliche Einrichtungen als auch private Unternehmen Einstiegsmöglichkeiten – etwa in der Forschung, in Umweltbehörden, bei Beratungsunternehmen oder in der Industrie.
Hier ein Überblick über mögliche Berufe und ihre typischen Brutto-Einstiegsgehälter:
Du brauchst gute Kenntnisse in Mathematik, Biologie, Chemie und Physik. Diese naturwissenschaftlichen Fächer bilden die Grundlage vieler Inhalte im Studium und helfen dir dabei, komplexe ökologische Zusammenhänge zu verstehen und fundierte Analysen durchzuführen.
Darüber hinaus ist ein echtes Interesse an Umweltfragen, Forschung und praktischer Projektarbeit entscheidend. Die Fähigkeit, analytisch zu denken und systematisch vorzugehen, ist ebenso wichtig wie die Bereitschaft, dich mit aktuellen ökologischen Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenschonung und Umweltschutz auseinanderzusetzen.
Soziale Kompetenzen sind ebenfalls gefragt: Teamfähigkeit ist entscheidend, da viele Projekte in Gruppen durchgeführt werden. Kommunikationsstärke hilft dir, Forschungsergebnisse verständlich zu präsentieren – sei es im Studium, in Praktika oder später im Beruf. Auch Eigeninitiative und eine praxisorientierte Arbeitsweise erleichtern dir den Einstieg ins Studium und die spätere Karriere.
Nach dem Bachelor kannst du einen Master anschließen – etwa in Klima- und Umweltwissenschaften oder Umweltmanagement. Auch Nachhaltigkeitswissenschaften sind ein eigenständiger Studiengang, der als Anschlussoption infrage kommt. Ein weiterführendes Studium ermöglicht dir eine Spezialisierung auf Themen wie Umweltrecht, Klimaschutz oder ökologische Stadtentwicklung. Mit einem Masterabschluss bist du für höhere Positionen in der Umweltverwaltung, Forschung oder Industrie qualifiziert. In der Wissenschaft kannst du eine Promotion anschließen und dich für eine akademische Laufbahn entscheiden.
Auch außerhalb der Hochschulen gibt es vielfältige Karrierewege: Du kannst zum Beispiel in internationalen Organisationen, bei NGOs oder im öffentlichen Dienst tätig werden. Fachliche Weiterbildungen zum bzw. zur Umweltmanager:in, Energieberater:in oder Sachverständigen sind ebenfalls möglich. Wer Interesse an technischen Schnittstellen hat, kann sein Profil durch ein Ingenieurstudium oder Fortbildungen im Bereich Umwelttechnik ergänzen.
Falls du noch unsicher bist, wo man Umweltwissenschaften studieren kann, schau auf den Seiten der Hochschulen oder bei Hochschulrankings wie dem CHE nach. Diese Quellen zeigen dir, welche Uni welche Schwerpunkte setzt – zum Beispiel Forschung, Praxisbezug oder internationale Ausrichtung.
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