Du liebst Computer, bist technisch begabt und hast vielleicht sogar schon ein bisschen Erfahrung mit Programmieren? Willst du außerdem einen sicheren Job, der dir Spaß macht? Vielleicht sogar als Beamter in einer Behörde oder einer anderen Verwaltungseinrichtung? Dann ist ein Verwaltungsinformatik-Studium vielleicht genau das Richtige für dich. Hier bekommst du alle wichtigen Infos.
Wie der Name schon sagt, geht es im Verwaltungsinformatik-Studium um Informationstechnik gekoppelt mit verwaltungstechnischen, juristischen und wirtschaftlichen Themen. Die Ansprüche an die Verwaltung steigen, also werden geschulte Fachkräfte gesucht. Nach dem Verwaltungsinformatik-Studium ist deine Aufgabe die Vorbereitung, Entwicklung und Umsetzung verschiedener IT-Lösungen für die Verwaltung nach Vorgaben des Gesetzgebers.
Im Verwaltungsinformatik-Studium lernst du deshalb nicht nur alles Mögliche über Computer und IT, sondern beschäftigst dich auch mit Inhalten der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Auch Grundlagen in Zivil-, Europa-, Verfassungs- und Dienstrecht stehen auf dem Stundenplan. Dabei achten die Universitäten und Hochschulen immer auf eine enge Verknüpfung zwischen den einzelnen Disziplinen, um dich umfassend auf den Berufsalltag eines Verwaltungsinformatikers vorzubereiten.
Studienfächer, die dir begegnen werden, sind unter anderem Allgemeines Staats- und Verwaltungsrecht, Datenschutz, Recht der Informationstechnologie einschließlich Vertragsrecht, Wirtschaftsführung in der öffentlichen Verwaltung, Personalmanagement oder Kommunikationstraining. Beim Zoll wirst du dich im dualen Studium außerdem mit E-Government und den Aufgaben der Bundesverwaltung auseinandersetzen. Zudem steht Englisch auf dem Studienplan. Wie du siehst, geht es in deinem Verwaltungsinformatik-Studium nicht nur ums trockene Programmieren. Du wirst in vielen für die Verwaltung wichtigen Bereichen geschult und perfekt für deinen zukünftigen Job ausgebildet.
Dabei sind Fähigkeiten wie analytisches Denken und ein Interesse an komplexen Vorgängen sehr wichtig. Im Verwaltungsinformatik-Studium sind Fächer wie Mathematik und Informatik sehr wichtig, gute Schulnoten in diesen Fächern sind praktisch ein Muss. Du solltest aber nicht nur gut in diesen Fächern sein, sie sollten dir auch Spaß machen. Auch gute Englischkenntnisse solltest du mitbringen, da die Fachliteratur häufig nicht auf Deutsch vorhanden ist. Teamfähigkeit ist eine weitere wichtige Voraussetzung für deinen späteren Beruf, denn sehr häufig wirst du IT-Lösungen im Team erarbeiten. Wer sich zum Beispiel beim Zoll bewerben möchte, sollte ein einwandfreies Führungszeugnis vorlegen und je nach Einsatzbereich auch eine Sicherheitsüberprüfung bestehen können.
Im Allgemeinen ist das Verwaltungsinformatik-Studium an den meisten Universitäten und Fachhochschulen nicht zulassungsbeschränkt, du brauchst also nur ein (Fach-)Abitur. Einen NC gibt es nur selten, meistens erwarten die Hochschulen allerdings, dass du einen IT-Eignungstest ablegst. Etwas Vorwissen wird also vorausgesetzt.
Je nach Hochschule kannst du den Studiengang dual oder in Vollzeit studieren. Das Studium dauert zwischen sechs und sieben Semester. In den ersten Semestern geht es um Informatik und Grundlagen der öffentlichen Verwaltung. Erst in den höheren Semestern hast du dann auch die Möglichkeit, individuelle Vertiefungsrichtungen zu belegen - und dich entweder auf den Bereich Verwaltungstechnik oder Informationstechnik zu fokussieren. Außerdem erfolgt eine Vertiefung der Kernfächer der Informatik, wobei du Gelegenheit zur Durchführung selbstständiger Software-Entwicklungen hast.
Während des Studiums machst du an den meisten Hochschulen mindestens ein Praktikum. In dualen Studiengängen geht es noch praktischer zu: Oft ist eine Ausbildung fester Bestandteil des Studiums, hier wechseln sich theoretische und praktische Phasen regelmäßig ab. Beim Zoll etwa absolvierst du im Laufe des dualen Studiums drei Praktika. Diese dauern zwischen drei und fünf Monate und ermöglichen dir, die verschiedenen Aufgaben der Verwaltung kennenzulernen.
Das Verwaltungsinformatik-Studium schließt in der Regel mit einem Bachelor of Arts oder einem Diplom ab.
Nach deinem Abschluss als Verwaltungsinformatiker kannst du je nach deinem Schwerpunkt in verschiedenen Positionen eingesetzt werden. Vor allem die öffentliche Verwaltung und der öffentliche Dienst benötigen viele Verwaltungsinformatiker. Nach deinem Verwaltungsinformatik-Studium hast du also die Möglichkeit, eine Stelle als Beamter zu finden. Du kannst aber auch in Unternehmen verschiedener Branchen arbeiten. Non-Profit Organisationen kommen ebenfalls als mögliche Arbeitgeber in Frage. Von der Tätigkeit als Sachbearbeiter bis hin zur Führungsposition kannst du mit deinem Verwaltungsinformatik-Studium an den verschiedensten Stellen eingesetzt werden.
Wenn du dich weiterbilden möchtest und du vielleicht sogar über eine akademische Laufbahn nachdenkst, kannst du auch noch den Masterstudiengang Verwaltungsinformatik oder den Master E-Government anhängen und die erworbenen Kenntnisse vertiefen oder dich weiter spezialisieren.
Im Studium:
Während des dualen Studiums verdienst du monatlich etwa 1.330 Euro brutto.
Im Beruf:
Je nach Bundesland, Berufserfahrung und Zusatzqualifikation liegt das Gehalt eines Verwaltungsinformatikers zwischen 3.000 und 4.000 Euro.
Einstiegsgehalt:
Nach dem Studium kannst du mit einem Einstiegsgehalt zwischen 1.800 Euro und 2.200 Euro rechnen.
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