Als Estrichleger:in sorgst du dafür, dass Böden tragfähig, eben und für die spätere Nutzung perfekt vorbereitet sind. Du verarbeitest verschiedene Estrichmaterialien, stellst glatte und widerstandsfähige Flächen her und setzt Maschinen sowie Handwerkzeuge ein. Dabei planst du jeden Arbeitsschritt sorgfältig, prüfst die Beschaffenheit des Untergrunds und wählst das passende Material für die jeweilige Nutzung aus. Du bist immer vor Ort, wenn ein Boden professionell vorbereitet werden muss. Zusätzlich gehört es zu deinem Alltag, Messungen vorzunehmen, Dämm- und Sperrschichten einzubauen und die Trocknungsphasen zu überwachen, um eine optimale Qualität und Langlebigkeit des Bodens zu gewährleisten.
Die Estrichleger:innen-Ausbildung dauert drei Jahre und findet im Wechsel zwischen Ausbildungsbetrieb und Berufsschule statt. Im Betrieb lernst du alle praktischen Schritte: vom gründlichen Vorbereiten des Untergrunds, dem präzisen Abmessen und Anmischen der Estrichmassen bis hin zur maschinellen Verarbeitung und sorgfältigen Oberflächenbearbeitung. Dabei wirst du auch in den sicheren Umgang mit modernen Estrichpumpen, Mischanlagen und Nivelliergeräten eingewiesen. In der Berufsschule vertiefst du dein Wissen in Fächern wie Baustoffkunde, Bauphysik, Arbeitssicherheit und Mathematik. Dort erfährst du auch mehr über Umweltschutzmaßnahmen auf der Baustelle, Arbeitsschutzgesetze sowie technische Normen und Vorschriften.
Zusätzlich stehen allgemeinbildende Fächer wie Deutsch und Sozialkunde auf dem Plan, die dir helfen, dich im beruflichen Alltag sicher auszudrücken und Projekte gut zu organisieren. Die Ausbildung wird mit einer Zwischenprüfung nach etwa 18 Monaten und einer umfangreichen Abschlussprüfung am Ende abgeschlossen, die aus einem theoretischen und einem praktischen Teil besteht.
Während der Ausbildung verdienst du in der Baugewerbebranche im ersten Jahr bis zu 1.100 Euro und im dritten Jahr bereits bis zu 1.600 Euro. Nach dem Abschluss liegt das Einstiegsgehalt bei rund 2.800 Euro brutto pro Monat. Mehr Details findest du auf unserer Seite rund ums Gehalt für Estrichleger:innen.
Du solltest körperlich belastbar sein, da du oft kniend oder gebückt arbeitest, auf unebenen Flächen stehst und schwere Materialien sowie Maschinen bewegst. Auch ein gutes Gleichgewicht und Ausdauer sind gefragt, um lange Arbeitstage auf der Baustelle sicher zu meistern. Technisches Verständnis hilft dir beim Umgang mit Maschinen, Werkzeugen und moderner Estrichtechnik.
Teamarbeit ist ebenso wichtig wie sorgfältiges und genaues Arbeiten, denn du koordinierst dich mit Kolleg:innen und anderen Gewerken, um Bauprojekte effizient fertigzustellen. Gute Noten in Mathematik und Physik sind von Vorteil, da du regelmäßig Mischungsverhältnisse berechnest, Baustoffeigenschaften berücksichtigst und physikalische Belastungen von Estrichen einschätzen musst. Zusätzlich ist ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen nützlich, um Baupläne zu lesen und Estrichflächen präzise umzusetzen.
Nach der Ausbildung zum Estrichleger oder zur Estrichlegerin stehen dir viele Wege offen: Du kannst dich zum Vorarbeiter oder Polier weiterbilden, die Meisterprüfung im Estrichleger-Handwerk ablegen oder dich in speziellen Estrichtechniken fortbilden, um dich auf bestimmte Einsatzbereiche zu spezialisieren. Darüber hinaus gibt es Fortbildungen in angrenzenden Gewerken wie Fliesenlegen oder Bodenverlegung, die dein Einsatzspektrum erweitern. Auch Führungsaufgaben in größeren Bauprojekten sind mit entsprechender Erfahrung möglich. Wer den Schritt in die Selbstständigkeit gehen möchte, kann als Estrichlegermeister:in ein eigenes Unternehmen gründen und sowohl private als auch gewerbliche Kunden betreuen, größere Aufträge akquirieren und ein eigenes Team leiten.
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