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Geigenbauer:in

Dauer: 36 Monate
Einstiegsgehalt: Ungefähr 2.400 Euro
Ausbildungstyp: Schulische Ausbildung

Das machst du in der Ausbildung zum/zur Geigenbauer:in

  • Du stellst Streichinstrumente wie Geigen, Bratschen, Celli oder Kontrabässe her.
  • Du überträgst Zeichnungen und Maße auf Werkstücke und bearbeitest sie mit Säge, Hobel und Schleifpapier.
  • Du verleimst Einzelteile wie Decken, Böden und Hälse und setzt die Instrumente präzise zusammen.
  • Du trägst Lacke auf, um Klang und Optik zu veredeln.
  • Du ziehst Saiten auf, stimmst die Instrumente und passt sie an.
  • Du reparierst und restaurierst alte oder beschädigte Instrumente.
  • Du berätst Kund:innen beim Instrumentenkauf oder bei Reparaturen.

Fakten

Abschluss
Keiner
Art der Ausbildung
Schulische Ausbildung
Verkürzung möglich?
Ja.
Einstiegsgehalt
Ungefähr 2.400 Euro
Vergütung
Zwischen 680 und 1.070 Euro
Ausbildungsdauer
36 Monate

Der Beruf im Detail

Was erwartet dich in der Ausbildung zum/zur Geigenbauer:in?

In deiner Ausbildung lernst du Schritt für Schritt, wie hochwertige Streichinstrumente entstehen. Du arbeitest mit verschiedenen Holzarten, fertigst Einzelteile an und setzt sie zu einem spielfertigen Instrument zusammen. Dabei entwickelst du ein Gespür für Materialien, Klangqualität und feine handwerkliche Techniken. Du beschäftigst dich außerdem mit Kundenberatung, technischer Zeichnung, Klangoptimierung und Oberflächenveredelung. Die Ausbildung verbindet Kreativität, handwerkliches Geschick und musikalisches Feingefühl.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Geigenbauer:in ab?

Die Ausbildung zum/zur Geigenbauer:in dauert drei Jahre und ist dual organisiert. Das bedeutet, du verbringst deine Zeit sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule. Im Betrieb lernst du direkt von erfahrenen Geigenbauer:innen und übst dich im praktischen Arbeiten mit Holz, Werkzeugen und Instrumententeilen. Du erfährst, wie man Werkstücke vorbereitet, schneidet, hobelt und zusammensetzt, aber auch, wie Klangkörper gebaut und Oberflächen behandelt werden.

In der Berufsschule vertiefst du dein Wissen über Werkstoffkunde, Akustik, technische Zeichnung, Mathematik sowie wirtschaftliche und rechtliche Grundlagen des Handwerks. Der Unterricht findet entweder an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt. In überbetrieblichen Lehrgängen kannst du zusätzlich spezielle Techniken lernen, etwa zur Lackverarbeitung oder zur Restauration alter Instrumente.

Nach dem zweiten Ausbildungsjahr legst du eine Zwischenprüfung ab, in der deine bisher erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten geprüft werden. Am Ende der Ausbildung folgt die Gesellenprüfung, die dich zur Arbeit als ausgebildete:r Geigenbauer:in berechtigt.

Wie hoch ist das Gehalt als Geigenbauer:in?

Im Schnitt kannst du über die drei Jahre hinweg mit einer Ausbildungsvergütung von 870 Euro pro Monat rechnen. Nach der Ausbildung erwartet dich ein Einstiegsgehalt von durchschnittlich 2.400 Euro. Falls du wissen willst, welche Vergütung dich in den jeweiligen Ausbildungsjahren erwartet und welche Spitzengehälter mit ein paar Jahren Berufserfahrung realistisch sind, findest du auf unserer Seite rund ums Gehalt alle wichtigen Informationen dazu.

Was musst du mitbringen, um Geigenbauer:in zu werden?

Du solltest handwerklich geschickt, geduldig und musikalisch interessiert sein. Ein gutes Hörvermögen, ein sicheres Gefühl für Ästhetik und ein verantwortungsbewusster Umgang mit Materialien sind ebenfalls wichtig. Schulisch helfen dir besonders gute Kenntnisse in Werken, Mathematik, Physik und Musik. Ein Geigenspiel-Grundverständnis ist von Vorteil, aber keine Pflicht. Wenn du gern kreativ und präzise arbeitest, passt der Beruf gut zu dir.

Wie sind die Aufstiegschancen als Geigenbauer:in?

  • Du kannst dich zur Geigenbaumeister:in weiterbilden und später selbst Lehrlinge ausbilden.
  • Du hast die Möglichkeit, dich selbstständig zu machen und deine eigene Werkstatt zu eröffnen.
  • Du kannst dich auf bestimmte Bereiche spezialisieren, zum Beispiel auf die Restaurierung oder Reparatur historischer Instrumente.
  • Du kannst international arbeiten, etwa in renommierten Meisterwerkstätten oder für große Orchester.
  • Du hast die Option, ein Studium im Bereich Musikinstrumentenbau oder Akustik aufzunehmen, um dich theoretisch und technisch weiterzuentwickeln.

Einstieg Reality-Check

Fit in Mathe

Sorgfalt und Genauigkeit

Kontaktfreude

Helfer-Mentalität

Interesse an Technik

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