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Holzspielzeugmacher:in

Dauer: 36 Monate
Einstiegsgehalt: Ungefähr 3.100 Euro
Ausbildungstyp: Duale Ausbildung

Das machst du in der Ausbildung zum/zur Holzspielzeugmacher:in

  • Du stellst Holzspielzeug wie Bauklötze, Puzzles oder Puppenstuben per Hand oder mit Maschinen her.
  • Zu deinen Aufgaben gehören das Zuschneiden, Fräsen, Schleifen und Lackieren von Holz.
  • Du gestaltest eigene Entwürfe und setzt individuelle Kundenwünsche um.
  • Du stellst Kindersicherheit durch schadstofffreie Materialien und sorgfältige Verarbeitung sicher.

Fakten

Abschluss
Mittlerer Schulabschluss
Art der Ausbildung
Duale Ausbildung
Verkürzung möglich?
Ja.
Einstiegsgehalt
Ungefähr 3.100 Euro
Vergütung
zwischen 900 und 1.300 Euro
Ausbildungsdauer
36 Monate

Der Beruf im Detail

Was erwartet dich in der Ausbildung zum/zur Holzspielzeugmacher:in?

Ob Teddybär auf Rollen, Balancierbrett oder farbenfrohes Steckspiel – als Holzspielzeugmacher:in gestaltest du hochwertige Spielzeuge, die Generationen von Kindern Freude bereiten. Dein Arbeitsalltag beginnt oft mit dem Entwurf: Du zeichnest erste Skizzen, entwickelst Modelle und planst die einzelnen Produktionsschritte. Anschließend wählst du geeignete Hölzer aus. Diese Materialien bearbeitest du mit traditionellen Werkzeugen und modernen Maschinen: Du sägst, fräst, schleifst, bohrst und lackierst.

Neben der Gestaltung ist auch die Sicherheit ein zentraler Aspekt deiner Arbeit. Deine Produkte müssen den gesetzlichen Vorschriften entsprechen, frei von Schadstoffen sein und dürfen keine Verletzungsgefahr darstellen. Deshalb prüfst du Maße, Kanten und Beschichtungen besonders sorgfältig. Du bemalst und verzierst Figuren, setzt kleine Einzelteile zusammen oder entwickelst kreative Spielideen.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Holzspielzeugmacher:in ab?

Die Holzspielzeugmacher:innen-Ausbildung dauert drei Jahre und findet dual statt. Das bedeutet, dass du parallel in einem Ausbildungsbetrieb arbeitest und eine Berufsschule besuchst. Dein Betrieb ist in der Regel eine Holzspielwarenmanufaktur oder ein spezialisierter Handwerksbetrieb. Dort lernst du Schritt für Schritt die praktische Seite deines künftigen Berufs kennen: vom Zuschnitt der Hölzer über das Montieren bis hin zur Oberflächenveredelung.

In der Berufsschule beschäftigst du dich mit Theorie und Fachwissen: Dazu gehören Werkstoffkunde, Technisches Zeichnen, Gestaltung, Produktionstechniken und Sicherheitsvorschriften. Zusätzlich lernst du, wie man Produkte plant, Qualität sichert und Arbeitsabläufe organisiert. Manche Schulen bieten sogar Projekte an, bei denen du eigene Spielzeuge entwirfst und baust. Dein Ausbildungsalltag ist dadurch sehr abwechslungsreich. Im zweiten Ausbildungsjahr legst du eine Zwischenprüfung ab. Die Ausbildung endet mit einer Gesellenprüfung, die sowohl theoretische als auch praktische Aufgaben umfasst. Bei besonders guten Leistungen kannst du die Gesamtdauer der Ausbildung auf zwei Jahre verkürzen.

Wie hoch ist das Gehalt als Holzspielzeugmacher:in?

Während der Holzspielzeugmacher:innen-Ausbildung liegt die monatliche Vergütung vom ersten bis zum letzten Ausbildungsjahr je nach Region und Branche zwischen etwa 900 und 1.300 Euro. Nach dem Abschluss kannst du mit einem Einstiegsgehalt von rund 3.100 Euro rechnen. Weitere Informationen zur Bezahlung in der Ausbildung, Entwicklungsmöglichkeiten und regionale Unterschiede findest du auf unserer Seite rund ums Gehalt.

Was musst du mitbringen, um Holzspielzeugmacher:in zu werden?

Handwerkliches Geschick ist das A und O in diesem Beruf. Du solltest nicht nur kreativ arbeiten, sondern auch Spaß daran haben mit verschiedenen Materialien zu experimentieren und eigene Ideen umzusetzen. Geduld ist besonders gefragt, wenn du an filigranen Details arbeitest oder mehrere Arbeitsgänge präzise aufeinander abstimmen musst.

Ein gutes Auge für Form, Farbe und Proportionen hilft dir beim Entwerfen und Gestalten der Spielzeuge. Dabei kommt es auch auf deine Fähigkeit an, technische Zeichnungen zu lesen und in die Praxis zu übertragen. Technisches Verständnis ist ebenso gefragt wie ein sicherer Umgang mit Werkzeugen und Maschinen. Du solltest keine Scheu vor modernen CNC-Fräsen, Lackierkabinen oder computergestützter Planung haben.

Wie sind die Aufstiegschancen als Holzspielzeugmacher:in?

Mit der Gesellenprüfung hast du gute Chancen auf einen festen Arbeitsplatz in spezialisierten Betrieben. Wer sich weiterqualifizieren möchte, kann eine Weiterbildung zum Holztechniker oder zur Holztechnikerin machen. Auch der Titel Gestalter:in im Handwerk bietet dir die Möglichkeit, dich gestalterisch weiterzuentwickeln und eigene Ideen professionell umzusetzen. Um diesen Abschluss zu erreichen, besuchst du eine spezielle Weiterbildung, die in der Regel ein bis zwei Jahre dauert.

Eine Meisterausbildung im Holzspielzeugmacherhandwerk qualifiziert dich für Führungsaufgaben, etwa als Werkstattleiter:in oder Ausbilder:in. Sie ermöglicht dir außerdem, einen eigenen Betrieb zu gründen. Darüber hinaus stehen dir verschiedene Studiengänge offen, zum Beispiel in den Bereichen Produktdesign, Holztechnik oder Spielmittelentwicklung. Auch ein berufsbegleitendes Studium kommt infrage, wenn du neben dem Job weiterlernen möchtest.

Wer sich lieber selbstständig machen möchte, kann eigene Produkte entwerfen und über Märkte oder Online-Shops verkaufen. Auch das ist im kreativen Handwerk eine realistische Option.

Einstieg Reality-Check

Interesse an Gestaltung und Design

Fit in Mathe

Fit in Bio, Chemie, Physik

Organisationstalent

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