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Servicefahrer:in

Dauer: 2 Jahre
Einstiegsgehalt: Ungefähr 2.200 Euro
Ausbildungstyp: Klassische duale Ausbildung

machst du in der Ausbildung zum/zur Servicefahrer:in

  • Belieferung von Kund:innen mit Waren, Geräten oder Arbeitsmitteln – pünktlich und zuverlässig
  • Kontrolle von Lieferungen, Dokumentation von Übergaben und fachgerechte Sicherung des Transportguts
  • Wartung und Pflege von Fahrzeugen und technischen Geräten
  • Repräsentation des Unternehmens beim Kundenkontakt als erste:r Ansprechpartner:in vor Ort

Fakten

Abschluss
Hauptschulabschluss
Art der Ausbildung
Klassische duale Ausbildung
Verkürzung möglich?
Ja.
Einstiegsgehalt
Ungefähr 2.200 Euro
Vergütung
zwischen 1.100 und 1.170 Euro
Ausbildungsdauer
2 Jahre

Der Beruf im Detail

Was erwartet dich in der Ausbildung zum/zur Servicefahrer:in?

Der Beruf Servicefahrer:in verbindet körperliche Arbeit mit direktem Kundenkontakt und einem hohen Maß an Verantwortung. Servicefahrer:innen sind vor allem in Unternehmen tätig, die Liefer-, Versorgungs- oder Entsorgungsdienstleistungen anbieten. Sie übernehmen dabei nicht nur den Transport von Waren, Geräten oder Verbrauchsmaterialien, sondern sind auch für die Übergabe, Kontrolle und teilweise sogar für die Installation oder Inbetriebnahme zuständig.

Zentraler Bestandteil des Berufs ist die Planung und Durchführung von Touren, die häufig im regionalen oder innerstädtischen Bereich stattfinden. Dabei gilt es, Zeitpläne einzuhalten, Lieferscheine korrekt zu führen und die Zufriedenheit der Kund:innen sicherzustellen. Servicefahrer:innen arbeiten außerdem eng mit Disponent:innen, Lagerlogistik und dem Kundendienst zusammen.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Servicefahrer:in ab?

Die Servicefahrer:innen-Ausbildung dauert zwei Jahre und findet im dualen System statt. Das bedeutet, dass du abwechselnd im Ausbildungsbetrieb arbeitest und die Berufsschule besuchst. Im Betrieb wirst du Schritt für Schritt an alle wichtigen Aufgaben herangeführt – von der Tourenplanung über die korrekte Beladung von Fahrzeugen bis hin zur direkten Auslieferung bei den Kund:innen. Dabei lernst du auch, wie man Lieferdokumente prüft, Kund:innen betreut und kleinere Wartungsarbeiten an Fahrzeugen durchführt.

In der Berufsschule stehen sowohl fachtheoretische als auch allgemeinbildende Inhalte auf dem Stundenplan. Du beschäftigst dich mit Verkehrsrecht, Fahrzeugtechnik, Logistikprozessen und Arbeitsorganisation. Zusätzlich werden Fächer wie Deutsch, Wirtschaftskunde und Sozialkunde unterrichtet. Die schulischen Inhalte sind eng mit der Praxis verzahnt und helfen dir, betriebliche Abläufe besser zu verstehen und anzuwenden.

Nach dem ersten Ausbildungsjahr legst du eine Zwischenprüfung ab, in der dein Wissen und deine praktischen Fertigkeiten überprüft werden. Dabei geht es zum Beispiel um die sichere Beladung, das Ausfüllen von Lieferpapieren oder Grundwissen im Verkehrsrecht. Am Ende der Ausbildung steht eine Abschlussprüfung an, die sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil gliedert. Im praktischen Prüfungsteil planst du eine Tour, sicherst die Ladung, simulierst einen Kundenkontakt und bearbeitest typische Aufgaben aus dem Berufsalltag. Im Theorieteil geht es um Inhalte wie Logistik, Kundenservice und rechtliche Grundlagen. 

Wie hoch ist das Gehalt als Servicefahrer:in?

Während der Ausbildung verdienst du je nach Betrieb zwischen 1.100 und 1.200 Euro im Monat. Nach der Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt bei rund 2.200 Euro brutto monatlich. Mit wachsender Erfahrung kann dein Einkommen nach einigen Jahren auf etwa 2.600 Euro steigen. Das obere Gehaltsquartal liegt bei 3.000 Euro. Eine ausführliche Übersicht zu den Verdienstmöglichkeiten findest du auf unserer Seite rund ums Gehalt für Servicefahrer:innen.

Was musst du mitbringen, um Servicefahrer:in zu werden?

Du solltest gerne unterwegs sein und dich für Technik und Fahrzeuge interessieren. Körperliche Belastbarkeit ist ebenfalls wichtig – genau wie Zuverlässigkeit und ein freundliches Auftreten. Auch bei wechselnden Wetterbedingungen oder längeren Touren solltest du konzentriert und aufmerksam bleiben können. Ein sicherer Umgang mit dem Fahrzeug sowie die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, sind ebenfalls wichtige Voraussetzungen.

In der Regel brauchst du mindestens einen Hauptschulabschluss. Manche Ausbildungsbetriebe erwarten auch einen mittleren Schulabschluss, insbesondere wenn du zusätzlich organisatorische Aufgaben übernehmen sollst. Ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen hilft dir, dich in wechselnden Liefergebieten zurechtzufinden und Touren effizient zu planen.

Um die duale Ausbildung zum Servicefahrer oder zur Servicefahrerin gut meistern zu können, solltest du außerdem gut organisieren können und Freude am direkten Kontakt mit Kund:innen haben. Kommunikationsstärke ist dabei ein klarer Vorteil, besonders dann, wenn du auch auf anspruchsvolle Gesprächssituationen professionell reagieren musst. Ein gepflegtes Auftreten sowie ein respektvoller Umgang mit anderen sind in diesem Beruf selbstverständlich. Wer gern eigenständig arbeitet, sich gut orientieren kann und zuverlässig ist, bringt ideale Voraussetzungen mit.

Wie sind die Aufstiegschancen als Servicefahrer:in?

Nach der Servicefahrer:innen-Ausbildung kannst du dich zum bzw. zur Fuhrparkleiter:in oder Logistikmeister:in weiterbilden. Auch eine Weiterbildung zum Fachwirt oder zur Fachwirtin oder für Logistiksysteme ist möglich – sie vermittelt vertiefte Kenntnisse in Planung, Steuerung und Optimierung logistischer Prozesse. Wer sich in kaufmännischen Bereichen weiterbilden möchte, kann sich auch für eine Qualifikation zum Betriebswirt oder zur Betriebswirtin entscheiden, um Führungsaufgaben in größeren Unternehmen zu übernehmen.

Darüber hinaus bestehen je nach Interesse und Berufserfahrung weitere Spezialisierungsmöglichkeiten, zum Beispiel in der Disposition, im Flottenmanagement oder in der Organisation von Sicherheits- und Qualitätsstandards im Transportwesen. In größeren Unternehmen sind auch Tätigkeiten im Kundenservice, in der Tourenoptimierung oder als Ausbilder:in für neue Fachkräfte möglich. Wer sich für ein Studium interessiert, kann mit entsprechender Qualifikation ein berufsbegleitendes Studium im Bereich Logistik oder Betriebswirtschaft anschließen.

Einstieg Reality-Check

Helfer-Mentalität

Organisationstalent

Kontaktfreude

Fit in Englisch

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