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Ausbildung als Wirtschaftsjurist:in – Wirtschaftsrecht (Bachelor of Laws)

Dauer: 3,5 Jahre
Einstiegsgehalt: Ungefähr 5.930 Euro
Ausbildungstyp: Duales Studium

Das machst du in der Ausbildung zum/zur Wirtschaftsjurist:in

  • Du erhältst fundierte Kenntnisse in Wirtschaftswissenschaften und Recht – von Handels- bis Arbeitsrecht.
  • Vertragsverhandlungen und rechtssichere Formulierungen gehören bald zu deinem Handwerkszeug.
  • Auch betriebswirtschaftliche Themen wie Rechnungswesen, Finanzierung und Personalmanagement stehen auf dem Plan.
  • Mathe und Statistik helfen dir dabei, Unternehmenszahlen zu analysieren und fundierte Entscheidungen zu treffen.
  • Parallel sammelst du Praxiserfahrung – zum Beispiel in Form einer begleitenden Ausbildung wie der zum/zur Steuerfachangestellten.

Fakten

Abschluss
Fachhochschulreife
Art der Ausbildung
Duales Studium
Verkürzung möglich?
Ja.
Einstiegsgehalt
Ungefähr 5.930 Euro
Vergütung
In der Regel keine Vergütung
Ausbildungsdauer
3,5 Jahre

Der Beruf im Detail

Was erwartet dich in der Ausbildung zum/zur Wirtschaftsjurist:in?

Du fragst dich: „Was genau ist ein Wirtschaftsjurist oder eine Wirtschaftsjurist:in eigentlich?“. Ganz einfach: Wirtschaftsjurist:innen sorgen dafür, dass in Unternehmen alle geschäftlichen Abläufe rechtlich sicher und wirtschaftlich sinnvoll gestaltet sind. Dafür brauchst du fundiertes Wissen in Betriebswirtschaft und Recht – zum Beispiel in Bilanzierung, Controlling sowie im Handels-, Vertrags- und Wirtschaftsrecht.

Je nach Unternehmen und Aufgabenbereich berätst du Geschäftsführer:innen bei geschäftlichen Entscheidungen, entwickelst Verträge, führst Verhandlungen oder analysierst wirtschaftliche Risiken. Du kannst auch an Produkteinführungen mitwirken, dich mit Steuerthemen oder Versicherungen beschäftigen oder Kreditvorgänge begleiten. Kommt es zu rechtlichen Auseinandersetzungen, arbeitest du eng mit Jurist:innen zusammen und bereitest Prozesse oder Stellungnahmen vor. Wirtschaftsjurist:innen arbeiten zum Beispiel in den Rechtsabteilungen großer Unternehmen, bei Banken, Versicherungen, Wirtschaftsprüfungen oder Unternehmensberatungen.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Wirtschaftsjurist:in ab?

Wenn du Wirtschaftsjurist:in werden möchtest, führt dein Weg in der Regel über ein duales Studium im Bereich Wirtschaftsrecht. Der Studiengang dauert meist sechs bis sieben Semester, also drei bis dreieinhalb Jahre, und schließt mit dem Bachelor of Laws (LL.B.) ab. Das duale Modell kombiniert Theorie an der Hochschule mit Praxisphasen im Unternehmen. Dadurch sammelst du schon während des Studiums wertvolle Berufserfahrung.

Inhaltlich erwartet dich eine Mischung aus betriebswirtschaftlichen und juristischen Fächern. Du setzt dich unter anderem mit folgenden Fragen auseinander:

  • Wie werden Verträge rechtlich korrekt gestaltet?
  • Was gilt es bei Rechtsstreitigkeiten, Steuerfragen oder Unternehmensentscheidungen zu beachten?
  • Welche Rolle spielen Rechnungswesen, Personalmanagement und Finanzierung im Alltag eines Unternehmens?
  • Worin unterscheiden sich Handelsrecht, Steuerrecht, Wettbewerbsrecht, Insolvenzrecht und öffentliches Recht?

Je nach Hochschule kannst du deinen Studienverlauf mit Schwerpunkten wie Steuerrecht, Bilanzierung oder Wirtschaftsstrafrecht individualisieren. Die Organisation der Theorie- und Praxisphasen variiert: Einige Hochschulen setzen auf quartalsweisen Wechsel, andere auf ein berufsbegleitendes Modell mit Vorlesungen am Abend oder Wochenende. Im Unternehmen wirkst du aktiv mit – zum Beispiel in der Buchhaltung, bei Jahresabschlüssen, Steuererklärungen oder Kostenrechnungen. Auch die Analyse von Finanzkennzahlen und das Mitwirken an Vertragsprozessen gehören zu deinem Aufgabenbereich.

Wie hoch ist das Gehalt als Wirtschaftsjurist:in?

Wirtschaftsjurist:innen verdienen überdurchschnittlich gut – vor allem im Vergleich zu anderen kaufmännischen oder juristischen Berufen. Das monatliche Bruttogehalt liegt laut aktuellen Daten meist zwischen ca. 5.930 und 7.780 Euro, je nach Branche, Erfahrung und Position. Wie viel konkret für dich drin ist und welche Unterschiede es je nach Region gibt, erfährst du auf unserer ausführlichen Seite rund ums Gehalt für Wirtschaftsjurist:innen.

Was musst du mitbringen, um Wirtschaftsjurist:in zu werden?

Für das duale Studium im Bereich Wirtschaftsrecht, das dich auf den Beruf als Wirtschaftsjurist:in vorbereitet, benötigst du mindestens die Fachhochschulreife – je nach Hochschule kann auch die allgemeine Hochschulreife Voraussetzung sein.

Darüber hinaus sind bestimmte persönliche Stärken und Interessen besonders wichtig:

  • Kaufmännisches Interesse: Du solltest dich für wirtschaftliche Zusammenhänge begeistern – etwa für Rechnungswesen, Controlling oder Unternehmensstrukturen.
  • Rechtliches Verständnis: Gesetzestexte und juristische Fragestellungen sollten dich nicht abschrecken, denn sie gehören zum Kern deines späteren Berufs.
  • Organisations- und Analysefähigkeit: Beim Entwickeln von Strategien, Prüfen von Verträgen oder Durchführen von Analysen hilft dir strukturiertes Denken.
  • Sorgfalt und Genauigkeit: Kleine Fehler in Verträgen oder juristischen Dokumenten können große Folgen haben – daher ist eine präzise Arbeitsweise entscheidend.
  • Verschwiegenheit: Du arbeitest oft mit vertraulichen Informationen und solltest sensibel im Umgang mit rechtlich relevanten Daten sein.
  • Kommunikation und Verhandlungsgeschick: Besonders bei Vertragsverhandlungen ist es wichtig, klar zu argumentieren, professionell aufzutreten und überzeugend zu formulieren.

Wenn du dich in diesen Punkten wiedererkennst und bereit bist, sowohl rechtlich als auch wirtschaftlich zu denken, bringst du die besten Voraussetzungen für den Beruf mit.

Wie sind die Aufstiegschancen als Wirtschaftsjurist:in?

Was kann man mit einem Abschluss in Wirtschaftsrecht machen? Als Wirtschaftsjurist:in stehen dir viele berufliche Wege offen. Wirtschaftsjurist:innen arbeiten unter anderem in Rechtsabteilungen von Unternehmen, bei Versicherungen, Banken, Steuerkanzleien, in der Wirtschaftsprüfung oder in der Unternehmensberatung. Je nach Spezialisierung und Berufserfahrung kannst du in verantwortungsvolle Positionen aufsteigen – etwa in der Vertragsprüfung, Compliance, Steuerberatung oder im strategischen Unternehmensmanagement.

Damit du keine fachlichen Entwicklungen verpasst, gibt es zahlreiche Möglichkeiten zur Weiterbildung und Spezialisierung:

  • Du kannst dich gezielt in Bereichen wie Wirtschaftsrecht, Steuerrecht oder Arbeitsrecht weiterbilden.
  • Nach mindestens drei Jahren Berufserfahrung in einer Steuerkanzlei besteht die Möglichkeit, die Prüfung zum/zur Steuerberater:in abzulegen.
  • Alternativ kannst du mit einem weiterführenden Studium – z. B. in Rechtswissenschaften, Wirtschaftsrecht oder Management – deine Karrierechancen weiter verbessern.
  • Wer den juristischen Weg vollständig einschlagen möchte, kann unter bestimmten Voraussetzungen die zweite juristische Staatsprüfung absolvieren und Rechtsanwalt oder Rechtsanwältin werden.

Die Karriere als Wirtschaftsjurist:in ist vielseitig, zukunftssicher und bietet viele Entwicklungsmöglichkeiten – besonders für alle, die sich gern mit wirtschaftlichen und rechtlichen Fragestellungen auseinandersetzen.

 

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