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„Berufsorientierung ist Teamarbeit – aber jemand muss den ersten Schritt machen“

Autorin: Susanne

Wie gelingt gute schulische Berufsorientierung trotz knapper Ressourcen, überfüllter Terminkalender und schwer erreichbarer Eltern? Christiane Köller, Konrektorin und BO-Beauftragte der Realschule Anne-Frank in Frankfurt, zeigt, wie Engagement, Kreativität und ein langer Atem echte Veränderungen bewirken können. Im Interview spricht sie darüber, warum sie für das Thema brennt, welche Projekte an ihrer Schule besonders wirken und was sie sich für die Zukunft der Berufsorientierung wünscht. 

Einstieg: Frau Köller, Sie engagieren sich schon lange für die Berufsorientierung an der Realschule Anne-Frank. Was motiviert Sie besonders an diesem Thema? Gab es einen Moment, in dem Ihnen klar wurde: Das ist wichtig und hier möchte ich etwas bewegen? 

Christiane Köller: Ich habe viele Jahre an einer Frankfurter Hauptschule gearbeitet – dort war Berufsorientierung selbstverständlich ein zentrales Thema. Unsere Schülerinnen und Schüler brauchten eine klare Perspektive, weil sie mit einem Hauptschulabschluss oder Quali* direkt in die Ausbildung wollten oder mussten. Als dann alle Hauptschulen in Frankfurt geschlossen wurden, wusste ich: Das wird Folgen haben. Viele Jugendliche, die eigentlich eine intensivere Orientierung bräuchten, würden künftig an Realschulen landen. 

Als ich an die Realschule Anne-Frank kam, habe ich genau das erlebt - Berufsorientierung spielte hier kaum eine Rolle. Nach der 10. Klasse wollten fast alle in die Oberstufe oder zur FOS*. Für viele passte das einfach nicht. Das war für mich der Auslöser: Hier muss sich etwas ändern, sonst verlieren wir Jugendliche unterwegs. 

Also habe ich damit begonnen, Stück für Stück ein BO-Curriculum* aufzubauen, Projekte zu entwickeln und mehr Praxis in die Schule zu holen. Mein Ziel war, dass unsere Schülerinnen und Schüler einen realistischen Blick auf ihre Möglichkeiten bekommen – und zwar nicht erst in der 10. Klasse, wenn es fast zu spät ist. 

Heute, acht Jahre später, sehe ich, wie sich diese Arbeit auszahlt: Statt zwei oder drei Jugendlichen starten inzwischen fast ein Drittel eines Jahrgangs in eine Ausbildung. Für mich ist das ein enorm wichtiger Erfolg, weil ich sehe, wie viele junge Menschen aufblühen, wenn sie merken: Da gibt es etwas, das wirklich zu mir passt. Und genauso wertvoll ist es, wenn jemand erkennt, was nicht zu ihm passt – auch das gehört zur Orientierung. 

Ganz persönlich hat mich auch die Erfahrung mit meinem eigenen Sohn geprägt. Er hatte nach dem Abi keinerlei Vorstellung, wie es weitergehen soll. Auf meine Frage, was sie in der Schule außer einem Praktikum zur Berufsorientierung gemacht hätten, kam nur: „Gar nichts.“ Das hat mich erschreckt. Er hat ein Studium angefangen, es wieder abgebrochen und erst durch eine Ausbildung seinen Weg gefunden. Auch das hat mir noch einmal gezeigt: Berufsorientierung ist für alle wichtig – unabhängig vom Schulabschluss. 

Eine große Unterstützung ist inzwischen unsere Kooperation mit der Gesellschaft für Jugendbeschäftigung*. Unsere Beraterin kennt die Jugendlichen, nimmt sich Zeit, hört zu. Oft erzählt sie mir von Erfolgen – ein bestandenes Auswahlverfahren, ein unerwartetes Vorstellungsgespräch. Diese Momente berühren mich jedes Mal. Manchmal braucht es nur einen kleinen Schubs, damit ein junger Mensch sein Potenzial erkennt. 

Und genau das motiviert mich: zu sehen, dass wir Jugendlichen Wege öffnen können, die sie vorher nicht gesehen haben. 

Einstieg: Wie läuft Berufsorientierung bei Ihnen an der Realschule ganz praktisch ab? Können Sie uns kurz durch ein typisches Schuljahr führen und uns Beispiele nennen.

Gibt es ein Projekt, eine Exkursion oder eine Aktivität, bei der Sie gemerkt haben: Da hat sich bei den Jugendlichen wirklich etwas getan? 

Christiane Köller: Wie bereits zuvor erwähnt, war Berufsorientierung an der Realschule Anne-Frank noch kein großes Thema, als ich dort 2018 anfing. Umso mehr freut es mich, dass wir 2022 das Berufswahl-SIEGEL* erhalten haben – und in diesem Jahr sogar erfolgreich rezertifiziert wurden. Das war viel Arbeit, aber wir haben als Kollegium gezeigt, was gemeinsam möglich ist. 

Ein typisches Schuljahr ist bei uns prall gefüllt mit BO-Aktivitäten. Zwei Tage pro Woche haben wir Expertinnen im Haus: eine Beraterin der Gesellschaft für Jugendbeschäftigung und eine Berufsberaterin der Agentur für Arbeit. Sie unterstützen die Jugendlichen in Workshops, Projekten und persönlichen Beratungen. Das entlastet uns enorm und bringt viel Professionalität in die Schule. 

Ein weiteres Highlight sind die „Tage der offenen Berufsschulen“ in Frankfurt. Unsere Zehntklässler müssen dort hin – auch diejenigen, die fest überzeugt sind, in die Oberstufe zu gehen. Ich bestehe darauf, denn sie brauchen einen Plan B. Jede Schülerin und jeder Schüler besucht zwei Berufsschulen, und das Feedback ist oft sehr ehrlich: Manches passt, manches nicht – aber genau das ist wertvolle Orientierung. 

Dazu kommen die zweiwöchigen Praktika in Klasse 8 und 9 sowie die Kompetenzfeststellung „KomPo7“* in Klasse 7, die den ersten Blick auf individuelle Stärken eröffnet. Boys’ and Girls’ Day gehört selbstverständlich auch dazu. 

Mehrmals im Jahr laden wir zudem Auszubildende und Azubi-Botschafter ein. Besonders bewegend war zuletzt der Besuch eines ehemaligen Schülers, der inzwischen bei der Polizei ist. Als er mit seinem Dienstwagen vorfuhr und aus seinem Berufsalltag erzählte, waren die Jugendlichen völlig begeistert – solche Begegnungen wirken unglaublich motivierend. 

Auch digitale Formate spielen eine Rolle: Livestreams mit Betrieben, Projekte wie „My Finance Coach“ oder Einblicke in Berufe der Digitalwirtschaft. Alle zwei Jahre steht außerdem ein Berufetruck auf dem Schulhof – immer ein Publikumsmagnet. 

Natürlich bedeutet das alles viel Arbeit, gerade neben dem regulären Schulalltag. BO lebt von Menschen, die bereit sind, ein Stück mehr zu tun. Ich bekomme zwar ein paar Anrechnungsstunden, aber mein Postfach ist jeden Morgen voll mit Angeboten für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte, die wir koordinieren und weitergeben. Trotzdem: Es lohnt sich. Berufsorientierung ist mir so wichtig, dass ich jeden Tag gern diese zusätzliche Verantwortung übernehme. 

Einstieg: Sie besuchen mit Ihren Klassen regelmäßig unsere Messe Einstieg Frankfurt – die Berufswahlmesse. Erinnern Sie sich an eine Begegnung oder Situation, die Ihnen dort besonders im Gedächtnis geblieben ist?  

Welche Rückmeldungen bekommen Sie von Ihren Schülerinnen und Schülern nach dem Messebesuch? Gibt es vielleicht typische Aha-Momente?  

Christiane Köller: Unsere Besuche auf der Einstieg Frankfurt sind für die Jugendlichen immer etwas Besonderes. Viele kommen mit einer ganzen Tasche voller Infomaterial zurück und erzählen begeistert von Gesprächen, die sie an den Ständen geführt haben. Besonders erinnere ich mich daran, wie einige Schülerinnen und Schüler im letzten Jahr Kontakt zu Provadis aufgenommen haben. Solche realen Begegnungen sind oft der erste Schritt, um sich ernsthaft mit einer Ausbildung auseinanderzusetzen. 

Die Rückmeldungen sind durchweg positiv. Was ich besonders spüre, ist das gestiegene Interesse: Die Jugendlichen merken auf der Messe, wie breit das Angebot wirklich ist. Viele entdecken Berufe, von denen sie vorher noch nie gehört haben – und genau diese „Aha-Momente“ sind es, die den Messebesuch so wertvoll machen. 

Wir versuchen, diesen Eindruck auch im Unterricht aufzugreifen. Die Klassen erhalten Arbeitsaufträge für die Messe: Sie sollen mindestens zwei bis drei Stände besuchen, sich informieren und anschließend in der Klasse darüber berichten. Das hilft ihnen, das Gesehene zu sortieren und bewusster über ihre nächsten Schritte nachzudenken. Eine ausführliche Feedbackrunde nach der Messe wäre sicher sinnvoll – das nehmen wir uns noch vor –, aber auch jetzt schon sehe ich, wie sehr die Jugendlichen von diesen Erfahrungen profitieren. 

Einstieg: Berufsorientierung gelingt ja oft nur, wenn auch die Eltern mit im Boot sind. Wie binden Sie Eltern bei diesem Thema ein? 

Christiane Köller: Die Zusammenarbeit mit Eltern ist bei der Berufsorientierung unglaublich wichtig und gleichzeitig eines der schwierigsten Themen für uns. Wir versuchen viel, aber die Realität ist: Viele Eltern sind schwer zu erreichen. 

Ein Format, das sich bewährt hat, ist unser großer Elternabend für die Abschlussklassen. Das ist fast wie eine kleine Messe: In verschiedenen Räumen halten Vertreterinnen und Vertreter der Oberstufen, Berufsschulen und die Berufsberatung kurze Vorträge. Die Eltern können sich gezielt informieren und zwischen den Angeboten wechseln. Dieses Format funktioniert gut, weil es ihnen einen Überblick gibt, den sie dringend brauchen. 

Andere Versuche waren weniger erfolgreich. Wir hatten zum Beispiel in Kooperation mit der Jugendhilfe ein Elterncafé geplant, in dem auch BO-Themen besprochen werden sollten. Aber nachmittags hat kaum jemand Zeit – das wurde einfach nicht angenommen. Und auch bei Elternabenden kommt häufig nur die Hälfte. 

Besonders herausfordernd ist es, Eltern von alternativen Bildungswegen zu überzeugen. Viele bestehen darauf, dass ihr Kind unbedingt Abitur oder Fachabitur machen muss – selbst wenn wir im Gespräch gemeinsam feststellen, dass das unrealistisch oder nicht der passende Weg ist. Oft wird das erst akzeptiert, wenn die Jugendlichen in der Oberstufe scheitern und frustriert wieder vor meiner Tür stehen. Dann heißt es: „Das habe ich mir ganz anders vorgestellt.“ Diese Situationen tun mir leid, denn wir hatten den Plan B längst besprochen. 

Was mir Sorgen macht, ist der allgemeine Rückzug vieler Eltern. Einige engagieren sich sehr, aber viele erreichen wir erst, wenn es schon fast zu spät ist. Das ist traurig, denn eine gute Berufsorientierung gelingt am besten, wenn Schule, Eltern und Jugendliche gemeinsam an einem Strang ziehen. 

Einstieg: Wenn Sie anderen Lehrkräften einen Tipp geben dürften: Welche kleine Maßnahme hat bei Ihnen schon mit wenig Aufwand viel bewirkt?  

Gibt es eine persönliche Geschichte, die zeigt, wie wichtig die Rolle der Lehrkraft in der Berufsorientierung sein kann?  

Christiane Köller: Wenn ich anderen Lehrkräften einen Tipp geben dürfte, dann wäre es dieser: Fangt mit guter Kommunikation an. Das klingt simpel, aber es wirkt. Persönliche Gespräche mit Schülerinnen, Schülern und Eltern sind oft der Schlüssel – gerade in den Schullaufbahnberatungen oder unseren Schülersprechtagen, zu denen wir inzwischen immer häufiger auch die Eltern dazuholen. Dort entstehen die wichtigsten Impulse. 

Man muss nicht gleich ein komplettes BO-Curriculum* aufbauen – das ist tatsächlich viel Arbeit. Aber erste Schritte sind schnell gemacht: kleine Projekte an die Schule holen, eine Betriebsbesichtigung organisieren oder mit den Jugendlichen gezielt über ihre Stärken und Interessen sprechen. Das alles ist mit überschaubarem Aufwand möglich und bewirkt oft erstaunlich viel.

Hilfreich ist es auch, im Wahlpflichtbereich praxisnahe Angebote zu schaffen. Bei uns können die Jugendlichen beispielsweise neben Sprachen Fächer wählen, in denen sie handwerkliche oder hauswirtschaftliche Erfahrungen sammeln. In meinem „Bistro“-Kurs kochen wir, sprechen über Nachhaltigkeit oder üben ganz grundlegende Dinge wie den sicheren Umgang mit Werkzeugen in der Küche. Viele Jugendliche merken dabei plötzlich: Das liegt mir, vielleicht wäre eine Berufsfachschule im hauswirtschaftlichen oder gastronomischen Bereich etwas für mich. Solche Momente sind wertvoll. 

Was ich gelernt habe: Man schafft das nicht allein. Berufsorientierung lebt von einem Team – egal ob Kolleginnen und Kollegen aus der Arbeitslehre, Klassenlehrer der Abschlussklassen oder einfach Menschen, die Lust haben, Jugendlichen Wege zu eröffnen. Dazu gehört auch, immer wieder Werbung in eigener Sache zu machen: Informationen aushängen, digitale Kanäle nutzen, Angebote sichtbar machen. Ob alle Schüler diese Zukunftssäule in der Aula wirklich studieren, bezweifle ich zwar aber die Praktikums- und Ausbildungsangebote an meiner Pinnwand funktionieren, weil sie im Alltag präsent sind. 

Und schließlich: Berufsorientierung braucht Freude und Persönlichkeit. Man muss ein bisschen „Typ dafür“ sein. Aber wenn man sieht, wie Schülerinnen und Schüler durch ein kleines Gespräch oder eine kurze Begegnung plötzlich eine Idee für ihren Weg entwickeln, dann weiß man, warum sich dieser Einsatz lohnt. 

Einstieg: Wenn Sie einen Wunsch frei hätten: Wie sollte Berufsorientierung an Realschulen künftig aussehen? Was wäre Ihnen besonders wichtig?   

Christiane Köller: Wenn ich einen Wunsch für die Zukunft hätte, dann wäre es der: Wir müssen endlich die Eltern stärker ins Boot holen. Ohne sie gelingt Berufsorientierung nur zur Hälfte. Viele Entscheidungen werden zu Hause getroffen – oder eben nicht getroffen. Wenn wir es schaffen würden, Eltern früher und verlässlicher einzubinden, würden wir vielen Jugendlichen unnötige Umwege ersparen. 

Genauso wichtig wäre mir, dass Kooperationen mit Betrieben einfacher und unbürokratischer funktionieren. Wir erleben immer wieder, wie groß die Wirkung ist, wenn Unternehmen mit konkreten Ideen auf uns zugehen – etwa jetzt Deloitte, die im Februar ein komplettes Bewerbungstraining für unsere Schülerinnen und Schüler durchführen. Sie haben das vorbereitet, ein fertiges Konzept mitgebracht und mussten nur fragen: „Wollen Sie das bei sich an der Schule umsetzen?“ Solche Begegnungen sind Gold wert, weil sie Kolleginnen und Kollegen die Hemmung nehmen, sich auf Themen einzulassen, in denen sie selbst nicht so viel Erfahrung haben. 

Dabei gibt es viele Firmen, die genau das anbieten möchten. Aber das Matching klappt noch nicht überall gut. Für Schulen ist es eine enorme Entlastung, wenn Unternehmen nicht nur gute Absichten mitbringen, sondern auch ein durchdachtes, umsetzbares Format, das in eine Doppelstunde passt. 

Was mich gleichzeitig beschäftigt: Wir werden regelrecht überflutet mit Anfragen. Jeden Tag landet etwas Neues in meinem Postfach. Bei aller Freude über das Engagement der Betriebe müssen wir auswählen, Prioritäten setzen und leider auch absagen. Unsere Ressourcen sind begrenzt – wir sind 35 Lehrkräfte mit 550 Schülerinnen und Schülern, und irgendwann ist schlicht nicht mehr Luft nach oben.  

Mein Wunsch ist deshalb ein realistischer: Berufsorientierung sollte so organisiert sein, dass gute Angebote bei Schulen ankommen aber nicht überfordern. Und dass jedes sinnvolle Projekt die Chance bekommt, uns wirklich zu unterstützen, ohne zusätzlichen Aufwand zu verursachen. Denn das, was wir tun, soll nachhaltig wirken. Wenn Berufsorientierung so aufgebaut wäre, dass Schulen, Eltern und Betriebe gemeinsam an einem Strang ziehen, dann hätten wir für die Jugendlichen schon sehr viel gewonnen. 

*Was ist...?

Qualifizierender Hauptschulabschluss 

Der qualifizierende Hauptschulabschluss (QA oder auch Quali genannt) ist in Bayern, Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen eine besondere Leistungsfeststellung der Hauptschule, in Bayern mittlerweile Mittelschule genannt, der man sich freiwillig unterziehen kann. Auch Realschüler und Gymnasiasten der 9. Klasse können als Externe teilnehmen. Der qualifizierende Hauptschulabschluss verbessert für Hauptschüler die Chancen auf eine Lehrstelle. 

 

FOS = Fachoberschule 

Die Fachoberschule ist eine weiterführende Schulform, die innerhalb von zwei Jahren zur Fachhochschulreife führt. Sie verbindet allgemeinbildenden Unterricht mit praxisorientierten Anteilen (z. B. Praktika) und bereitet auf ein Studium an Fachhochschulen oder auf qualifizierte Ausbildungswege vor. 

 

GJB – Gesellschaft für Jugendbeschäftigung 

Die Gesellschaft für Jugendbeschäftigung (GJB) ist eine Einrichtung, die Jugendliche und junge Erwachsene auf ihrem Weg in Ausbildung oder Beruf unterstützt. Sie bietet Berufsberatung, Bewerbungstrainings, Coaching und individuelle Begleitung an – oft direkt an Schulen. Ziel ist es, jungen Menschen Orientierung zu geben und ihnen den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern. 

 

Berufswahl-SIEGEL 

Das Berufswahl-SIEGEL ist eine Auszeichnung für Schulen, die sich besonders engagiert und systematisch in der Berufs- und Studienorientierung einsetzen. Schulen, die das SIEGEL tragen, erfüllen hohe Qualitätsstandards, bieten vielfältige BO-Angebote und unterstützen ihre Schülerinnen und Schüler nachweislich beim Übergang in Ausbildung oder weiterführende Schulen. Die Auszeichnung wird regelmäßig überprüft und muss in festgelegten Abständen erneut erworben werden. 

 

Kompetenzfeststellung „KomPo7“ 

„KomPo7“ ist ein Verfahren zur Kompetenzfeststellung in der 7. Jahrgangsstufe, das Schülerinnen und Schülern hilft, ihre Stärken, Interessen und Fähigkeiten besser kennenzulernen. In praktischen Aufgaben, Tests und Beobachtungen werden persönliche und soziale Kompetenzen sichtbar gemacht. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für erste berufliche Orientierungsschritte, etwa bei der Wahl von Praktikumsplätzen oder Wahlpflichtfächern. 

 

BO-Curriculum 

Ein BO-Curriculum ist ein schulisches Konzept für die Berufsorientierung, das verbindlich festlegt, welche Maßnahmen, Projekte und Unterrichtsinhalte Schülerinnen und Schüler während ihrer Schulzeit durchlaufen. Es sorgt dafür, dass Berufsorientierung systematisch, strukturiert und Jahrgang für Jahrgang aufeinander aufbauend erfolgt – von ersten Stärkenanalysen über Praktika bis hin zu Bewerbungs- und Übergangstrainings. 

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