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Eltern Mut machen – Zwischen Festhalten und Loslassen in der Berufsorientierung

Artikel von Susanne

Wir Eltern kommen alle irgendwann an diesen Punkt. Unser Kind steht an der Schwelle ins Erwachsenenleben, und wir merken: Die Schulzeit, in der wir jeden Elternabend, jede Klassenarbeit und jeden Ausflug im Blick hatten, geht zu Ende. 
Unsere Kinder werden selbstständig, treffen eigene Entscheidungen (die wir manchmal gar nicht so gut finden ?) und sind oft gar nicht mehr richtig greifbar für uns. 

Wenn der Schulabschluss naht, werden die Themen Berufsorientierung und Zukunftsplanung wichtig. Plötzlich geht es um große Fragen: 

  • Wie geht’s nach der Schule weiter? 

  • Welcher Beruf passt zu mir? 

  • Soll ich eine Ausbildung machen? 

  • Studieren? 

  • Erst mal ein Jahr ins Ausland? 

Und wir Eltern fragen uns: Wie sehr müssen wir jetzt die Berufsorientierung unseres Kindes steuern? Und wo dürfen (oder müssen) wir loslassen? Ab wann und wie müssen sich Kind und Eltern mit dem Thema Berufswahl beschäftigen? Und: Wie viel Kontrolle ist sinnvoll? 

Wir wissen aus Erfahrung: Zu viel Druck kann das Vertrauen beschädigen – zu viel Freiheit kann Orientierungslosigkeit erzeugen. 

Loslassen und trotzdem Halt geben

Der Schritt ins Berufsleben, ins Studium oder ins Gap Year ist auch für uns Eltern ein Übergang. 
Wir verabschieden uns ein Stück von der täglichen Kontrolle – und begleiten stattdessen als Ratgebende, Zuhörende und sichere Basis in der Berufsorientierung. Das ist oft gar nicht so einfach. 

Natürlich ist es verlockend, selbst den Laptop aufzuklappen, Stellenportale zu durchsuchen und Berufe oder Studiengänge vorzuschlagen. Sich als Eltern zu informieren, ist grundsätzlich eine gute Idee. Aber wir sollten unsere Kinder auch ermutigen, selbst aktiv in die Berufswahl einzusteigen. 

So starten wir mit unserem Kind in den Berufsorientierungsprozess

Wir kennen die Situation: Unser Kind sitzt gerade am Küchentisch, scrollt durch TikTok, während wir innerlich denken: „Sollte sie oder er nicht schon eine Idee haben, wie es nach der Schule weitergeht? Und laufen nicht sogar schon die Bewerbungsfristen?“ 

Da kann man als Eltern schon mal einen kleinen Panikschub bekommen und aktionistisch Fragen stellen, die unser Kind noch gar nicht beantworten kann. Natürlich wollen wir, dass unsere Kinder rechtzeitig ins Handeln kommen. Aber zu viel Druck blockiert. Berufswahl soll ein positives Thema bleiben – spannend und motivierend. Denn es geht um nichts Geringeres als die eigene Zukunft. 

Unser Tipp für Eltern in der Berufsorientierung

Kommt mit euren Kindern ins Gespräch – ohne Vorwürfe, weckt stattdessen die Neugier und reflektiert gemeinsam: 

  • Was kann unser Kind richtig gut? 

  • Wofür interessiert es sich? 

  • Was macht ihm am meisten Spaß? 

Denn vor der Frage „Was will ich werden?“ steht erst einmal: „Wer bin ich?“ 

Als Grundlage kann auch das Ergebnis unseres Berufswahltests dienen.

Und für Inspiration: Unsere Rubrik „Kein Plan“

Weitere Tipps

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